Die ersten Schritte der Verdauung

Grundlagen zur Funktion von Speiseröhre und Magen

Die wichtigste Aufgabe unseres Verdauungssystems ist die Aufspaltung von Nahrung sowie die Aufnahme der darin enthaltenen Nährstoffe in den Körper.

Die Nahrung gelangt nach Zerkleinerung durch Kauen und Anfeuchten durch Speichel in der Mundhöhle über die Speiseröhre in den Magen. Rhythmische Bewegungen des Magens zerkleinern den Speisebrei und zersetzen ihn mit Hilfe des Magensaftes. So zubereitet wird der Speisebrei vom Magen in den Darm entlassen, wo ihm für den Körper notwendige Nährstoffe (im Dünndarm) und auch Wasser (im Dickdarm) entzogen werden. Nicht verdauliche Bestandteile scheidet der Körper im Anschluss wieder aus.

Auf dieser Seite wollen wir Ihnen die das Sodbrennen betreffenden Bereiche des Verdauungssystems etwas genauer vorstellen: die Speiseröhre sowie den Magen mit dem Magensaft.

Für weiterführende Information zum Thema „Magen-Darm-Trakt und Verdauung“ besuchen Sie bitte auch unsere Seite www.magen.hexal.de.

Speiseröhre

Die Speiseröhre (Ösophagus) führt als etwa 25 cm langer Muskelschlauch den in der Mundhöhle zerkleinerten und eingeweichten Speisebrei in den Magen. Der Transport verläuft nach dem bewusst auslösbaren Schluckvorgang vollständig unwillkürlich, gesteuert vom Zentralen Nervensystem.

Speiseröhre

Am unteren Ende der Speiseröhre befindet sich ein Schließmuskel, der den Ein- bzw. Austritt des Speisebreis reguliert. Sobald die geschluckte Nahrung den Mageneingang erreicht, öffnet sich der Schließmuskel der Speiseröhre und lässt den Speisebrei in den Magen ein. Unmittelbar im Anschluss verschließt er sich wieder und verhindert dadurch einen Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre.

Passiert dieser Verschluss nicht oder nur unvollständig, kann es leicht zu Sodbrennen und saurem Aufstoßen kommen. Die innere Schleimhautschicht der Speiseröhre ist nicht für den aggressiven Magensaft ausgelegt ist, daher kommt es zu den Beschwerden.

Magen

Die Aufgabe des Magens ist es, den ihm zugeführten Speisebrei zu vermengen und die enthaltenen Eiweiße mit Hilfe des Magensaftes aufzuspalten.

Der Magen hat die Form eines etwa sackförmigen Hohlkörpers und ist begrenzt dehnbar. Dadurch kann er eine gewisse Menge an Nahrung zwischenspeichern und portionsweise zur weiteren Verdauung an den Darm abgeben.

Magen

Damit sich der Magen durch den aggressiven Magensaft nicht selbst angreift, besitzt er mit der Magenschleimhaut eine zähe, schleimhaltige Schutzschicht. Sie überzieht die innere Magenwand, wodurch der Magen vor der Selbstverdauung geschützt ist.

Magensaft

Der Magensaft enthält u.a.

  • Magensäure
    Sie wird von der so genannten Protonenpumpe freigesetzt und schafft die richtige Umgebung für die Aufspaltung von Eiweißen. Außerdem werden eventuell mit der Nahrung aufgenommene Mikroorganismen abgetötet.
  • Verdauungsenzyme (v.a. Pepsin)
    Werkzeuge, die in Verbindung mit der Magensäure Eiweiß aufspalten.

An der Produktion und Freisetzung von Magensäure sind eine Reihe von unterschiedlichen Botenstoffen und äußeren Faktoren beteiligt.

Von besonderem Interesse für die Therapie im Bereich der Selbstmedikation sind hier die so genannten Protonenpumpenhemmer.

Unter der Rubrik „Tipps zur Selbsthilfe bei Sodbrennen“ können Sie nachlesen, welche Maßnahmen Ihnen zudem eine Erleichterung bei Sodbrennen verschaffen können.